Programme

Luther Rose„von lauter Gnad’ und Güte“
– Lieder und Texte zum Evangelium von Dr. Martin Luther

Besetzung (5 Mitwirkende)
Tenor, 4 Gamben

 

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Lieder von Martin Luther in Vertonungen verschiedener Komponisten, aber auch Instrumentalmusik der Zeit beleuchten in diesem Programm das reformatorische Wirken Martin Luthers und geben einen Einblick in seine Theologie.

Das Programm wird ergänzt durch Texte aus Briefen und Veröffentlichungen Luthers.

Die Rezitation sollte der jeweilige Pfarrer oder eine andere Person der jeweiligen Kirchengemeinde übernehmen, in der das Konzert gegeben wird. (Texte werden zugeschickt)


Vertonungen von

Johann Walther, Johann Schop, Heinrich Isaac, Ludwig Senfl, Michael Praetorius u.a.


Besetzung (5 Mitwirkende)

Tenor, 4 Gamben



„Dass sich wunder alle Welt“ – Lieder zum Advent

Lieder und Instrumentalmusik zu den 4 Adventssonntagen von
Rosenmüller, Tunder, Praetorius, Isaac, Hassler Schop u.a.
CD-Veröffentlichung Oktober 2015

 

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Das Warten auf Jesu Kommen in der Zeit und die Bereitschaft für seine endzeitliche Wiederkunft als Richter und Retter stehen im Mittelpunkt der Adventszeit. Beide Themen ergänzen sich fast kontrapunktisch und tragen zur adventlich-liturgischen Dramaturgie der vier Adventswochen bei, deren musikalische Umsetzungen das Thema dieses Konzertes ist.

Les Escapades stellen hier besinnliche Adventslieder und -musiken des 16. und 17. Jahrhunderts vor. Umrahmt von Kantaten (Rosenmüller, Tunder) erklingen Lieder wie „Nun komm, der Heiden Heiland“, „Mit Ernst, o Menschenkinder“, „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ im Wechsel mit Instrumentalstücken von Johann Grabbe, Johann Schop u.a.


Besetzung 1 (CD-Besetzung): Sopran, Tenor, Orgel, 4 Gamben

Besetzung 2: Sopran, Orgel, 4 Gamben

Besetzung 3: 4 Gamben (hier erklingen die Lieder instrumental)



Fabulous London

„Fabulous London“ – Heiter-melancholische Inselmusik für Gambenconsort

(4 Gamben)
Ferrabosco, Gibbons, Byrd, Ward, Locke u.a.
CD-Veröffentlichung Mai 2013

 

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Werke von


Alfonso Ferrabosco, John Jenkins, Christopher Simpson, Orlando Gibbons, William Byrd Witzig, spritzig, mit einem ungewöhnlichen Humor ausgestattet, aber auch im tiefen Dunkel der großen Gefühle versinkend – all diese Eigenschaften werden den Briten oft und gern von ihren benachbarten Festlandsbewohnern zugeordnet.


Inspiriert von der italienischen Madrigalkunst der Renaissance entwickelten die Insulaner im 16. und 17. Jahrhundert einen einzigartigen Musikstil. Kühnste Harmonien, plötzliche Wechsel von Lautstärke, Tempo und Taktart, verwegene melodische Wendungen und ein äußerst komplexer Ideenreichtum sind Bausteine dieser Musik, von der wir auch heute noch den Eindruck haben, dass sie ihrer Zeit weit voraus ist. Einen Konzertmeister im modernen Sinn sucht man vergebens, denn die Stimmen sind allesamt gleichberechtigt. Die Fantasie, beliebteste Musikgattung für Gambenconsort, stellt mit ihrer kompositorischen Vielfalt ein weites Spektrum menschlicher Empfindungen dar. Nicht von ungefähr hat der Zuhörer den Eindruck, dass hier sämtliche Höhen und Tiefen ausgelotet werden. Und nicht zufällig spielt die Gambe in dieser Musik die Hauptrolle!


Les Escapades du Roy, 2010

Les Escapades du Roi

französische Barockmusik vom Hofe Louis XIV und Louis XV
Charpentier, Couperin, Lully, Forqueray u.a. mit Moderation und Brieftexten des 17. und 18. Jh,
(6-9/11 Mitwirkende) (Gesang, Sprecherin, Violine, Cembalo, Laute, 4 Gamben, 2 Tänzer)
CD-Veröffentlichung 1.11.2010

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Es wird geliebt, intrigiert, geschmachtet, getanzt am französischen Königshof.

Louis XIV, Louis XV und ihre Mätressen bestimmen, was „en vogue“ ist.

Das höfische Leben hängt am seidenen Faden, denn nur wer mir der angesagten Mode geht, sichert sich Stellung und Lebensunterhalt.

Doch dieses Glück währt oft nur kurze Zeit…

Einen Einblick in die bunt schillernde Welt des Sonnenkönigs verspricht das Gambenconsort Les Escapades mit Musik und unterhaltsamen Kommentaren aus dem 17. und 18. Jahrhundert.


Musik von Marin Marais, Francois Couperin, Monsieur Forcroy, Marc-Antoine Charpentier, Michel-Richard de Lalande, Jean-Baptiste Lully.


Originalzitate aus:

Mme de Sévigné: Briefe

Choderlos de Laclos: Gefährliche Liebschaften (Diogenes)

La Bruyère: Charaktere, oder die Sitten des Jahrhunderts (Bibliothek des Skeptischen Denkens)

Denis Diderot: Briefe an Sophie (Louise-Henriette Volland) 1716 – 1784

Die geheimen Papiere der Gräfin Dubarry (1743 – 1793), Insel Vlg. 1990


Monika Mauch, Sopran (CD-Aufnahme)

Andrea C. Baur, Laute

Carsten Lorenz, Cembalo

Swantje Hoffmann, Violine

Katja Schild, Plaudereien und Gesang (Konzerte)


Gambenconsort Les Escapades:

Franziska Finckh, Sabine Kreutzberger,

Barbara Pfeifer, Adina Scheyhing



Ich will in Friede fahren, 2009

„Ich will in Friede fahren“

(6-8 Mitwirkende)
Krieger, Bach, Funck, Biber, Ferdinand III, Rigatti u.a.
(Countertenor, Violine, Gamben, Orgel)
CD-Veröffentlichung 2009

 

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Die Kompositionen dieses Konzertprogramms – von dem auch eine CD bei Christophorus erschienen ist – stammen aus einer Zeit des politischen, philosophischen und religiösen Umbruchs in Europa. Sowohl die geistlichen Vokalwerke als auch die weltlichen Instrumentalstücke dieses Programms spiegeln zwar die Spannungen zwischen dem katholisch und dem protestantisch geprägten Denken im beginnenden Barock wider, doch führte dies auch zu einem kreativen Wettbewerb der Künste, der sich ungemein fördernd auf die musikalische Entwicklung nach dem Ende des 30jährigen Krieges auswirkte.


Der Countertenor Franz Vitzthum und das Gambenconsort Les Escapades stellen eine abwechslungsreiche Vielfalt dieser Musik vor.



Bild„Discovered Sounds“

Bearbeitungen spanischer Orgelmusik von
Antonio de Cabezón, Sebastián Aguilera de Heredia, Juan Cabanilles u.a.
und englischer Consortmusik von Tomkins, Johnson, Ives u.a.

(4 Gamben)

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(Orgel-) Pfeifen oder (Gamben-) Saiten?


In ihrem Konzert „Discovered Sounds (Wieder-)entdeckte Klänge“ stellen Les Escapades spanische Orgelmusik in der Bearbeitung für Gambenconsort vor. Auf Wunsch wird dieses abwechslungsreiche Programm ergänzt durch einen Dialog spanischer und englischer Werke des 16. und 17. Jahrhunderts: Symbol einer musikalischen Versöhnung dereinst feindlich gesinnter Königreiche.


Wer je den Klängen einer spanischen Orgel lauschte, mitteltönig gestimmt, mit ihrer unverwechselbaren Ansprache, wird fasziniert sein von diesem außergewöhnlichen, archaisch anmutenden Hörerlebnis.


Zeugnisse dieses Klangs sind vereinzelt auch in Deutschland als Nachbauten historischer Instrumente zu finden. So sind unter anderen die 2001 erbaute spanische Orgel in der Neustädter Kirche zu Hannover und das 2013 auf Initiative von Professor Gerhard Gnann erbaute Instrument in der Mainzer Hochschule für Musik zu erwähnen.


Von Organisten des 16. Jahrhunderts wie dem bekannten Antonio de Cabezón, aber auch Sebastián Aguilera oder dem „spanischen Bach“ Juan Cabanilles ist uns wahrscheinlich nur ein winziger Teil ihrer Musik überliefert.Sie ist meist als spontane Improvisation erklungen. Und danach leider auch verklungen. Dennoch haben es einige dieser „Diferencias“ und „Tientos“ in den Notendruck geschafft und in unser Programm.


Virtuose Variationen über Gassenhauer der Renaissance in den „Diferencias“, instrumentale Tanzsätze wie Pavana, Galliarda und Pasacalles, aber auch das Ausreizen harmonischer Wendungen mit unzähligen Dissonanzen („Falsas“) im „Tiento“, einer Vorform der Fuge, sind Bestandteile dieser formenreichen Musik.


Mitteltönig gestimmt, in der direkten Ansprache der Renaissance, nähert sich das Gambenconsort Les Escapades auf treffliche Weise dem spanischen Orgelklang. So wird dieses spezielle Hör-Erlebnis auch für Konzertorte ohne spanische Orgel zugänglich.

Und – wer weiß- vielleicht gibt es schon bald eine Gegenüberstellung?


Love and passion

„Love and Passion“

– Henry Purcell und seine Zeit
(6 Mitwirkende)
Musik des späten 17. Jahrhunderts von Purcell, Locke, Finger, Jenkins
(Sopran, 4 Gamben, Laute)

 

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„Wenn Liebe eine süße Leidenschaft ist, warum quält sie mich so?“


Als „Orpheus Britannicus“ ist der bedeutende englische Komponist Henry Purcell in die Musikgeschichte eingegangen. Vor 350 Jahren geboren, verstarb er im Jahr 1695 auf dem Höhepunkt seines Schaffens im Alter von nur 36 Jahren.

Seine außergewöhnliche Bedeutung gründet sich vor allem auf dem großen Erfolg seiner Bühnenmusiken. Bereits zu seinen Lebzeiten verselbständigten sich einzelne Songs aus diesen Semiopern als „Schlager“ für Consort oder als Lieder mit Lauten-Begleitung.

Die Frage nach den unterschiedlichen Eigenarten enttäuschter, erfüllter, leidenschaftlicher oder schmachtender Liebe stellt Purcell in einer für die damalige Zeit ungewöhnlichen Art.

Seine Zeitgenossen rühmen ihn, der englischen Sprache eine Affekt auslösende musikalische Kraft zu entlocken, die allenfalls dem Italienischen zugesprochen wurde.

Purcells Musik ist geprägt durch meisterliche Kontrapunktik und oft unerwartete Melodie- und Harmonieführung.


In diesem Programm erklingen Werke Henry Purcells sowie seines Amtsvorgängers Matthew Locke, des als Lautenist und Gambist tätigen John Jenkins und weiterer Komponisten dieser späten Blütezeit der Gambenmusik.



the dark is my delight

„The dark is my delight”

(6 Mitwirkende)
melancholisch-heitere Inselmusik des 16. und 17. Jahrhunderts
Consorts, Consortsongs und Lautenlieder von Dowland, Byrd, Nicholson
(Countertenor, 4 Gamben, Laute)

 

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Melancholie war im 16./17. Jahrhundert in England eine weit verbreitete Stimmung. Sie drückte sich nicht nur in literarischen, sondern vor allem in musikalischen Werken aus. Bekanntestes Beispiel sind die „Lachrimae“ oder „Flow, my tears“ von John Dowland, die nicht nur auf der CD von „Sting“, sondern auch im Programm des Gambenconsorts „Les Escapades“ zu finden sind.


“Zahlreich und verschieden sind die Mittel, die die Philosophen und Ärzte verschrieben haben, um ein betrübtes Herz aufzuheitern, um abzulenken von jenen komplexen und intensiven Sorgen und Nachdenken, die diese Krankheit so sehr auszeichnen; aber meiner Meinung nach ist nichts so gegenwärtig, nichts so mächtig, nichts so angemessen wie ein starkes Getränk, Fröhlichkeit, Musik und gute Gesellschaft.“ schreibt Robert Burton (1577 – 1640) in seinem Werk „The Anatomy of Melancholie“


Ob es nun die Sorge um Gesundheit der Seele ist, die in geistlichen Werken zum Ausdruck kommt, oder Liebesleid sich musikalisch seinen Weg bahnt: immer trifft man auf höchst komplex komponierte, anrührende, und zu Herzen gehende Vokal- und Instrumentalmusik.


Die mitreißenden Klänge der „Folkmusik“, sowie eine „typisch- britisch-skurrile“ Geschichte um einen kleinen Hund, der einem schrecklichen Mord zum Opfer fällt, sind ebenfalls Bestandteile dieses abwechslungsreichen Konzertprogramms.


“Musik mildert die Furcht und Wut, besänftigt das Schreckliche, lindert die Schwere, und den Schlaflosen bringt sie Ruhe; sie nimmt einem den Groll, und den Hass, sei es instrumentale Musik, Gesang, mit Streichern, Bläsern, etc.; sie heilt alle Verdrießlichkeit und Schwere der Seele.” (Robert Burton)



Fantasien

„Fantasien“

– Werke des 16. und 17. Jahrhunderts (4 Gamben)
Werke von William Byrd, Claude Le Jeune, Pablo Bruna, Eustache du Caurroy,
John Jenkins, Henry Purcell

 

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In musikalischen Traktaten wird die Viola da Gamba bereits Ende des 15. Jahrhunderts als Instrument der Aristokratie hervorgehoben. Während die Violine eher für umherziehende Musiker tauge, die zum Tanz aufspielen, sei die Gambe ein Instrument für vornehme Leute. Eine Inventarliste Heinrichs VIII weist immerhin 54 Gamben und Lauten auf. Die berühmten Gambisten waren an Höfen angestellt. Nicht nur die Anschaffung der Instrumente war sehr teuer – ein „Chest of Viols“ kostete mehr als das jährliche Durchschnittseinkommen eines Handwerkers – auch der Unterhalt verschlang Unsummen, da die Darmsaiten aus verschiedenen Gegenden Europas importiert wurden.


Das Spiel auf der Gambe zu erlernen war wesentlicher Bestandteil einer höfischen Erziehung. Im 15. und 16. Jahrhundert war das gemeinsame Musizieren eine wichtige gesellschaftliche Betätigung der meist adeligen Oberschicht. Für diesen Zeitvertreib wurden in Spanien, Frankreich und England Werke für „Whole Consort“ (gleiche Instrumente) und „Broken Consort“ (unterschiedliche Instrumente) komponiert. Diese Werke weisen äußerst komplexe musikalische Strukturen auf. Eine Hauptgattung dieser Consort-Musik ist die „Fantasie“. Ihre vielfältige Entwicklung während eines Zeitraumes von über 150 Jahren beleuchtet dieses Programm. Spontaneität und Improvisation zeichnen schon die englischen Fantasien der Renaissance aus. Immer wieder zeigt sich dabei die Nähe zur Vokalmusik, indem mitunter ein Choral, wie etwa „Christe qui lux“ oder ein damals populäres Lied wie die „Jeune fillette“ als Cantus firmus unterlegt ist. Dieser Cantus firmus wird in allen Stimmen kunstvoll verarbeitet. So wird hier schon früh ein gleichberechtigtes Spiel der Instrumente praktiziert wie später im Streichquartett der Klassik. Mit ihren reichen und oft recht kühnen Harmonien bilden die Fantasien von Henry Purcell sicher einen Höhepunkt des Programms.


el-siglo-d'oro

„El Siglo d’Oro“

-Spaniens goldenes Zeitalter (7 Mitwirkende)
Mit- und hinreißende Consortmusik für vier Gamben, Vihuela, Gesang und Percussion von Milan, Bruna, Ortiz, Vincenet,
aus dem „Llibre Vermell de Montserrat“ und anonymen Meistern des 15. und 16. Jahrhunderts
(Sopran, 4 Gamben, Laute und Barockgitarre, Percussion)

 

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Im 16. und 17. Jahrhundert erlebte Spaniens Musik ihre Hochblüte. Die Musik der iberischen Halbinsel nahm vielfältige Impulse aus Europa auf und bewahrte dennoch ihre unverwechselbare Eigentümlichkeit. Vielfältige kulturelle Einflüsse aus ganz Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten machten Spanien zu einer Heimat katholischer, sephardischer und maurischer Musik.


Die spanische Gesellschaft war stets aufgeschlossen für musikalische Neuerungen und prächtiges Spektakel. Daneben beeinflussten die Traditionen von Improvisation und Variation das Klangbild und die musikalische Entwicklung jener Zeit.


Das Llibre Vermell de Montserrat („Rotes Buch“) verbindet als eine der frühesten mehrstimmigen Sammlungen weltliche und geistliche Elemente spanischer Musik des Hochmittelalters (Ars Nova). Unter Alfonso IX. wurde Katalonien ein kulturelles Zentrum, das niederländische, französische und deutsche Einflüsse verband. Es fand ein reger Austausch von Musikern, Instrumenten und Kompositionen statt. Enge Beziehungen bestanden z.B. zum Hof der Herzöge von Burgund, zur päpstlichen Kapelle in Rom, zum Hof der Sforza in Mailand und insbesondere zum spanischen Hof in Neapel. Spanien war also in vollstem Maße am europäischen Musikleben beteiligt. Unter der Herrschaft der „Reyes Católicos“ (Katholische Könige) wurde eine innenpolitische Einigung vollzogen, die Spaniens Vormachtstellung in Europa festigte. Durch zahlreiche überseeische Eroberungen gelangte unermesslicher Reichtum ins Land und führte Spanien in diesem „Goldenen Zeitalter“ zur wirtschaftlichen Hochblüte. Jedoch gingen durch die Verfolgung und Vertreibung der Mauren und sephardischen Juden aus Andalusien viele kulturelle Impulse verloren.


Unter Isabella von Kastilien (1474 – 1504) und Ferdinand von Arágon (1479 – 1516) entwickelte sich ein eigener, typisch spanischer Musikstil. Dieser war geprägt durch volkstümliche Einfachheit und Schlichtheit und stand im Gegensatz zur extremen Kontrapunkt-Technik der frankoflämischen Schule.


Isabella und Ferdinand unterhielten je eine eigene Hofkapelle von hohem Niveau. Die Listen der Kapelle Isabellas verzeichneten über 20 Sänger, ca. 25 Sängerknaben, zahlreiche Instrumentalisten und Kammermusiker. Nach dem Tode der Königin vereinige Ferdinand beide Kapellen und schuf damit erstmals eine „königlich spanische Kapelle“. Mitglieder waren u.a. Pedro de Escobar und Alonso de Mondéjar.


Die spanische Musik des 16. Jh. spielte sich größtenteils auf zwei Schauplätzen ab: an den spanischen Höfen, Adelshäusern, Kathedralen und Klöstern, aber auch an der päpstlichen Kapelle in Rom. Ende des 15 Jh. entstand durch den Einfluss spanischer Musiker in Rom die so genannte „Römische Schule“.


Die weltliche Musik ist mit einer eigenen Tradition von „villancicos“ und „romances“ (Balladen) vertreten. Diese Liedformen wurden in den berühmten „cancioneros“ gesammelt, in denen auch orientalisch-arabische Klänge nicht zu überhören sind.


Das Ideal spanischer Musiker war, mit ihren Kompositionen auf die Seele der Menschen unmittelbar einzuwirken. Die Musik sollte den Geist unterhalten, und zwar ohne moralische oder soziale Einflussnahme. Das Gefühl, nicht der Verstand sollte Richter über das Schöne sein.


Beruehrungen

„Berührungen“ -Gambenmusik und Ausdruckstanz

Werke von Matthew Locke, Orlando Gibbons,
Johann Michael Nicolai, Tobias Hume
(3 Gamben und Tänzerin, Percussion ad libitum)

 

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Der Tanz als Ausdruck von Lebendigkeit wurde zu allen Zeiten von Musik begleitet. In der Musik des 16. und 17. Jahrhunderts kommen häufig instrumentale Tanzsätze vor (z.B. Courante, Sarabande, Gigue). Dies legt nahe, Instrumentalmusik und Tanz zu verbinden und durch moderne Ausdrucksformen Berührungen mit der Alten Musik zu finden.


Glocke„What strikes the clock?“

– Glockenstücke für vier Gamben
Originalstücke und Bearbeitungen – Couperin, Byrd, Gibbons, St. Colombe, Rossi

 

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Lüften Sie mit uns das Rätsel des Stundenschlags und reisen Sie mit uns durch ein musikalisches Europa! Seit jeher inspirierte das Geläut der Glocken zahlreiche Komponisten, diesen besonderen Klang in Instrumentalmusik umzusetzen. Für das Bestreben, eine möglichst perfekte instrumentale Nachahmung zu erreichen, bietet die Viola da Gamba entscheidende Voraussetzungen:


Das reiche Obertonspektrum dieses Instruments und die flexible Tongestaltung imitieren das spezifische Klangerlebnis eines Glockentons besonders deutlich. Außerdem kann mit den unterschiedlichen Instrumenten der Violenfamilie, vom Diskant bis zum Bass, das Geläut unterschiedlich großer Glocken gut hörbar gemacht werden.


Das jeweils charakteristische Geläut von Kirchen und Kathedralen, welches durch Anzahl, Stimmung und Größe der Glocken festgelegt ist, fand Eingang in manche Kompositionen des 17. Jahrhunderts. Einige davon werden in diesem Konzert erklingen. Lassen Sie sich verzaubern vom Gambenconsort „Les Escapades“ und dem Glockenklang auf der Viola da Gamba mit Originalwerken und Bearbeitungen von Edward Gibbons, John Jenkins, François Couperin, Louis Couperin, Sainte Colombe und anderen Glockenkomponisten.


La Gamba

“La Gamba”

– ein Streifzug durch 150 Jahre Gambenmusik

(4 Gamben)

 

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Das Programm mit dem Titel „La Gamba“ beleuchtet die vielfältigen Kompositionen für Viola da Gamba und die allmähliche Entwicklung einer ausschließlich vokal geprägten hin zu einer reinen Instrumentalmusik während eines Zeitraums von 150 Jahren. Mit Musik aus England, Spanien, Frankreich und Kompositionen von Purcell, Byrd, Cabezòn, Bruna, Ortiz, Charpentier erwartet Sie eine interessante und kurzweilige musikalische Reise!


Himmlische Saiten

Himmlische Saiten

– adventlich -weihnachtliche Musik für Gambenconsort

 

 

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Vertonungen bekannter Adventslieder aus der Feder von Michael Praetorius, stimmungsvolle Pastoralen von Pasquini, Finger, Corelli, außerdem Werke englischer Komponisten und eine wunderbare Suite für drei Bassgamben von Nicolai stimmen ein in die Advents- und Weihnachtszeit.


Unsere Gesangs-Programme planen wir mit
Monika Mauch (Sopran), Miriam Feuersinger (Sopran), Daniel Schreiber (Tenor) und Franz Vitzthum (Countertenor)

Alle Programme in der detaillierten Abfolge sowie unsere Kostenkalkulation senden wir Ihnen gern auf Anfrage zu.