Blog Archives

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:
Barbara Pfeifer
Bussardweg 9
76199 Karlsruhe

fon  0721  88 59 82
mobil  0179 105 49 78

Verantwortlich für den Inhalt: Barbara Pfeifer
Für Aktualität, Links und Inhalte anderer Seiten schließen wir jegliche Haftung aus.

Fotos: Jochen Klenk, Rainer Granzin, Barbara Pfeifer, Monika Maier (SWR), Thomas Lehnart
Translation DE-EN: musikforum@aon.at
Traduction DE-FR: Sylvie Coquillat
Website: webproofed.de

Aktueller Stand: Februar 2018

Kontakt


KontaktGambenconsort Les Escapades
Barbara Pfeifer
Bussardweg 9, 76199 Karlsruhe
fon 0721 – 88 59 82
mobil 0179 105 49 78
email Les Escapades

 

 

 

 

 

Gäste

Für unsere vielfältigen Programme arbeiten wir mit mehreren Künstlern zusammen:

Miriam Feuersinger, Sopran

Miriam Feuersinger

Miriam Feuersinger
Foto: Brigitte Fässler

Die aus Österreich stammende Echo-Klassik-Preisträgerin Miriam Feuersinger (Sopran) entdeckte bereits als Kind ihre Liebe zum Gesang. So setzte sie nach umfassender musikalischer Bildung an der Musikschule ihrer Heimatstadt Bregenz ihre professionelle Gesangausbildung am Landeskonservatorium Feldkirch/A fort und wechselte anschließend an die Musikhochschule Basel in die Klasse von Prof. Kurt Widmer, wo sie ihr Studium mit Auszeichnung abschloss.

Ihre große Liebe gilt musikalisch und inhaltlich dem Kantaten- und Passionswerk von J.S. Bach, worauf auch eine rege internationale Konzerttätigkeit schliessen lässt. Seit 2014 initiiert sie zusammen mit dem Cellisten Thomas Platzgummer die Reihe „Bachkantaten in Vorarlberg“ (www.bachkantaten.at). Weitere schöne Schwerpunkte ihres musikalischen Schaffens liegen in dem breiten Spektrum der geistlichen Musik vom Barock bis hin zur Spätromantik sowie im Liedbereich.

Die Sopranistin musiziert mit renommierten Musikern wie Rudolf Lutz, Ton Koopman, Vázlav Luks, Peter Kooij, Jörg-Andreas Bötticher und Laurent Gendre, sowie Barockensembles und Barockorchestern wie dem Freiburger Barockorchester, La Cetra, Les Cornets Noirs, Capricornus Consort Basel, L‘Arpa Festante, Il Concerto Viennese, Concerto Stella matutina und Capriccio Basel, um nur einige zu nennen.

2014 erschien ihre neue Solo-CD mit Sopran-Kantaten von Christoph Graupner, welche den „Preis der deutschen Schallplattenkritik 2/2014“ sowie den „ECHO Klassik 2014“ erhielt und für den „European Classic Music Award 2015“ nominiert ist. Mehr Informationen zu aktuellen Konzerten und Aufnahmen sind auf ihrer Homepage www.Miriam-Feuersinger.info zu finden.

Monika Mauch, Sopran

Monika Mauch

Monika Mauch

Monika Mauch, geboren in Baden-Württemberg, begann ihre Gesangstudien am Institut für Alte Musik der Musikhochschule Trossingen bei dem Bass-Bariton Richard Wistreich, gefolgt von einem Studienjahr in Paris bei Jill Feldman.

Ihre sängerische Kariere begann in Philipp Pierlot’s Ricercar Ensemble gemeinsam mit dem Bläserensemble La Fenice unter Jean Tubéry, im Ensemble Ordo Virtutum unter der Leitung von Stefan Morent, mit dem Taverner Consort unter Andrew Parrot und mit Red Byrd (John Potter und Richard Wistreich).

Mauch’s Arbeit mit Cantus Coelln glänzt in Aufnahmen wie dem Altbachischen Archiv oder Bach’s h-moll Messe bei Harmonia Mundi France.

Ebenso zeigte sie ihre Qualitäten unlängst in Konzerten und Aufnahmen von Carissimi, Buxthehude und Biber mit La Capella Ducale und Musica Fiata unter der Leitung von Roland Wilson, in den interessanten Barock- und Renaissance-Programmen des Ensemble Weser Renaissance geleitet von Manfred Cordes, gefolgt von Konzerten mit Collegium Vocale Gent unter Philip Herreweghe. Sie genießt auch sehr die warme Zusammenarbeit mit dem von Bruce Dickey und Charles Toet geführten Concerto Palatino.

Wichtig war der Erfolg ihrer Zusammenarbeit mit dem Hilliard Ensemble mit der ECM Einspielung ‘Morimur’. Eine Einspielung von Gesualdo Madrigalen ist in Planung. Eine Quelle ausgezeichneter Konzerte und CDs im Renaissance Repertoire ist ihre Zusammenarbeit mit Ensemble Daedalus unter Leitung von Roberto Festa. Das CordArte Ensemble in Köln, das Ensemble Caprice geleitet von Matthias Mauthe, die unterschiedlichsten Auftritte mit Montreal Baroque, les Cornets Noirs, unter Leitung der Cornettovirtuosen Frithjof Smith und Gebhard David, und das Ensemble Private Musique von Pierre Pitzl, besonders dessen CD ‘Tonos Humanos’ mit Monika Mauch und Josep Cabré, zeigen Musik von einzigartiger Schönheit.

In letzter Zeit hat Monika Mauch mit dem Lautenisten Nigel North an einigen Konzertprogrammen gearbeitet, die schließlich zu einer ECM New Series Aufnahme des Musical Banquet von Robert Dowland geführt haben.

Daniel Schreiber, Tenor

Daniel Schreiber

Daniel Schreiber

Der Tenor Daniel Schreiber wurde 1979 in Neustadt an der Weinstraße geboren. Schon früh war er mehrfach Preisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Er studierte zunächst Schulmusik (Hauptfach Orgel) an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart. Ab Sommer 2001 begann er parallel dazu sein Gesangsstudium bei den Professoren Bruce Abel und Fracisco Araiza.
Herausragende stimmliche Fähigkeit gepaart mit exemplarischem Einfühlungsvermögen macht Daniel Schreiber sowohl als Solist als auch als Ensemblesänger zu einem viel gefragten Künstler. Er ist seit Jahren regelmäßiger Gast bei den Rundfunkchören des Südwestrundfunks und des Bayerischen Rundfunks. Dem Männervokalensemble „The Lords of the Chords“ gehört er seit dessen Gründung an. Seit 2009 ist Schreiber festes Mitglied des Münchner Männervokalensembles „Die Singphoniker“.
Neben vielfältigen Auftritten als Lied- und Konzertsänger in ganz Deutschland führten ihn Gastverträge an die Staatsoper Stuttgart, wo er in Steve Reichs „Dolly“ und als „Barabaschkin“ in Schostakowitschs „Moskau Tscherjomuschki“ zu erleben war.
Bei der umjubelten Uraufführung der Kammeroper „Aus der Welt“ am Stadttheater Fürth war der Ausnahmetenor Hauptdarsteller.
Nach dem Solodebut in Benjamin Brittens „War Requiem“ beim Jubiläumskonzert der ev. Jugendkantorei der Pfalz 2013 wird Daniel Schreiber nun bei „Les Béatitudes“ wieder unter LKMD Jochen Steuerwald singen. Weitere Aufgaben 2015 beinhalten Projekte mit dem SWR Vokalensemble beim Luzern Festival unter Marcus Creed, eine Johannespassion in solistischer Besetzung mit der Chapelle Rhénane unter Benoît Haller, eine Produktion mit dem Gambenconsort „Les Escapades“ sowie CD-Veröffentlichungen (Georg Kreisler, Orlando di Lasso) und Konzerte (u.a. mit der AUDI Jugendchorakademie bei Chor@Berlin) mit den Singphonikern.
www.singphoniker.de

Franz Vitzthum, Countertenor

FranzVitzthum

Franz-Vitzthum, Foto: Christine Schneider

Franz Vitzthum, geboren in der Oberpfalz, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen. Sein Gesangsstudium absolvierte er 2007 bei Kai Wessel an der Musikhochschule Köln. Schon während seiner Ausbildung erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien.
Mittlerweile folgten Einladungen zu Solo-Abenden beim Rheingau Musik Festival, den Händel-Festspielen in Halle, Karlsruhe und Göttingen, zu La Folle Journée in Nantes und dem Bach Festival Philadelpia. Er arbeitete u. a. mit den Dirigenten Nicolas McGegan, Hermann Max, Marcus Creed und Philippe Herreweghe zusammen. Desweiteren hat er bei diversen Opern- und Oratorienproduktionen mitgewirkt, u. a. bei Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung (Glanert), Jephta und Solomon (Händel), Orfeo (Gluck) und Orlando generoso (Steffani) und zuletzt in Spartaco (Porsile) an der Winteroper in Schwetzingen.
Franz Vitzthum ist auch vielgefragter Kammermusikpartner. So konzertiert er regelmäßig mit dem Lautenisten Julian Behr, dem Capricornus Consort Basel und singt mit dem von ihm gegründeten Vokalensemble Stimmwerck.
Diese vielseitige Tätigkeit spiegelt sich in seiner Diskographie wider, die laufend erweitert wird. Nach seiner Debüt-CD Ich will in Friede fahren hat Franz Vitzthum unter dem Titel Himmels-Lieder eine weitere Solo-CD mit geistlichen Barockliedern für das Label Christophorus veröffentlicht.
www.franzvitzthum.de

 

Evelyn Laib, Tasteninstrumente

Evelyn Laib

Evelyn Laib

Evelyn Laib sammelte während ihres Studiums mit den Hauptfächern Cembalo und Generalbass zahlreiche Anregungen bei Jon Laukvik in Stuttgart, bei Lars Ulrik Mortensen in München, bei Ketil Haugsand in Köln sowie bei Jesper Christensen und Andrea Marcon an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel. Wichtige Impulse erhielt sie zudem in Kursen und im Unterricht mit Alfred Gross, Dirk Börner und Ottavio Dantone. Neben dem Cembalo gilt ihr besonderes Interesse dem Clavichord und dem Hammerflügel.
Evelyn Laib ist Preisträgerin internationaler Kammermusik-Wettbewerbe, u.a. des Van-Wassenaer-Concours in Den Haag, des Biagio-Marini-Wettbewerbs in Neuburg an der Donau und des Early Music Network Young Artists’ Competition in York.
Neben ihrer Konzerttätigkeit korrepetiert sie bei Kursen und Opernproduktionen. Sie tritt mit verschiedenen Ensembles, die sich der historischen Aufführungspraxis widmen, u.a. bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Händel-Festspielen Göttingen auf; außerdem wirkte sie bei Live-Mitschnitten für den SWR und verschiedenen CD-Produktionen mit. Sie ist Dozentin an den Staatlichen Hochschulen für Musik in Trossingen und Stuttgart.
www.capellacaesarea.de

Andrea C. Baur, Lauteninstrumente

Andrea C. Baur

Andrea C. Baur

Andrea C. Baur, geboren in Neustadt an der Weinstraße, studierte Lauteninstrumente und Blockflöte
an der Würzburger Musikhochschule bei Dieter Kirsch und Bernhard Böhm, sowie am Institut für Alte Musik, Trossingen bei Rolf Lislevand.

Unter der musikalischen Leitung von William Christie, Philippe Pierlot, John Holloway , Charles Toet, Wim Becu und Konrad Junghänel tritt die Lautenistin europaweit in Konzerten und Opernproduktionen als Solistin und Begleiterin auf.

Sie spielt in verschiedenen Kammermusikensembles u.a. Lauttencompagney Berlin, Capella Caesarea, Ensemble Schirokko Hamburg und war von 2000-2004 Korrepetitorinbei der Innsbrucker Sommerakademie für Alte Musik. Sie ist bei zahlreichen Rundfunk- und CD-Aufnahmen zu hören.
www.capellacaesarea.de

Barbara Leitherer, Viola da Gamba

wurde in Bamberg geboren. Den ersten Musikunterricht erhielt sie mit drei Jahren. Während der Schulzeit am musischen Gymnasium war die Orgel ihr Hauptinstrument. Daneben erhielt sie Unterricht auf der Viola da Gamba bei Gregor Anthony und Hartwig Groth. Ab 1990 studierte sie an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel Viola da gamba bei Jordi Savall und Paolo Pandolfo. Das Diplom erfolgte im Juni 1996. Neben der Musik widmete sich Barbara Leitherer der Erforschung und praktischen Umsetzung des historischen Tanzes und begann deshalb eine Tanzausbildung bei Jürgen Schrape an der Hochschule für Künste Bremen, wo sie im Herbst 2000 auch ein Gambendiplom bei Sarah Cunningham erhielt.

Sie ist als Gambistin Mitglied in verschiedenen Barockensembles (Crescendo Barock Ensemble, L’Arco Cantabile) und als Tänzerin und Choreographin in dem historischen Tanztheater Il Teatro Amoroso. Diese Gruppe hat sich zur Aufgabe gesetzt barocke Theaterkunst mit Musik, Tanz und Schauspiel auf die Bühne zu bringen.

Sie gibt Kurse für historischen Tanz und unterrichtet als Dozentin für Barocktanz an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel (CH).

Judith Sartor, Viola da Gamba

Judith Sartor

Judith Sartor

Studium : Viola da Gamba bei Ekkehard Weber, Philippe Pierlot, Rainer Zipperling
Meisterkurse: bei Hille Perl, Brian Franklin und Paolo Pandolfo
Ensembles: L’Art du Bois, Freiburger Spielleyt, LA GAMBA Freiburg

Auszeichnungen: mit L’Art du Bois: Publikumspreis und 2. Preis bei Musica Antiqua in Brügge 2009; weitere Preise beim Van Wassenaer Concours in Den Haag, in der Göttinger Reihe Alter Musik und beim Concorso Internazionale di Musica Antica in Genua

Unterrichtstätigkeit: 2009-2012: Musikwerkstatt Baden-Baden: Leitung der Musikwerkstatt sowie Unterricht auf Blockflöte und Gambe

Diskographie: Freiburger Spielleyt: Weihnacht der Spielleyt, Christophorus 2010; L’Art du Bois: Musical Humors, etcetera 2010; Liuto Concertato: Musical Miracles, Sony BMG 2009; L’Art du Bois: circles of sound, Eigenverlag 2008

Aki Kanda, Tanz

geboren 1971, begann ihre Ausbildung bei Kyoko Kanda in Hiroshima, Japan. 1990 wurde sie Mitglied des Balletts im Badischen Staatstheater Karlsruhe unter Germinal Casado. 1991 tanzte sie im Ballet Royal de Wallonie in Charleroi, Belgien, unter der Leitung von Fréderic Flamand. 1992 folgte ein Engagement im Baseler Ballett unter Youri Vamos. 1994 kehrte sie als Solotänzerin zurück zur Ballettcompagnie des Badischen Staatstheaters. Unter Olaf Schmidt tanzte sie dort unter anderem die Hauptrolle der Odette/Odile im Schwanensee. Seit 2001 tanzt sie als freie Balletttänzerin in verschiedenen Projekten. Parallel arbeitet sie seither auch als Ballettpädagogin. Hierbei bringt sie große Erfahrung mit, da sie bereits in jungen Jahren Ballettunterricht in Ihrer Heimat in Japan gab.

Swantje Hoffmann, Violine

Swantje Hoffmann

Swantje Hoffmann

studierte bei Walter Forchert und Nora Chastain (Solistenklasse), sowie Barockvioline bei Petra Müllejans.
Sie ist Finalistin, Preisträgerin und Gewinnerin zahlreicher Wettbewerbe, darunter Leipziger Bachwettbewerb, Musica Antiqua Brügge und Premio Bonporti (Italien).

In regelmäßiger Zusammenarbeit konzertiert sie mit den Cembalisten Torsten Johann (Freiburger  Barockorchester) und Florian Heyerick (Gent) in großen und kleinen Besetzungen.
Außerdem ist sie Ensemblemitglied des „Marini-Consort Innsbruck“.

2005 gründete sie zusammen mit dem Trompeter Reinhold Friedrich das Barockorchester „Concerto Grosso Heidelberg“, dessen ständige Konzertmeisterin sie auch ist. Aber auch andere Ensembles, wie „La Stagione Frankfurt“, „Les Agréements“ (Namur), „Ensemble Oltremontano“ (Wim Becu), „Collegium Cartusianum“ (Köln) oder „Le Concert Lorrain“(Metz) laden sie als Solistin und Konzertmeisterin ein. An der Musikhochschule Frankfurt/Main hat sie seit 2003 einen Lehrauftrag für Violine und Barockvioline.

Carsten Lorenz, Tasteninstrumente

Nach seinem Cembalostudium bei Harld Hoeren in Frankfurt/Main und bei Siebe Henstra in Utrecht (NL/Solistenexamen 1994) spezialisierte Carsten Lorenz sich auf das barocke Generalbaßspiel bei Jesper B. Christensen in Lyon (F) und an der Basler Schola Cantorum Basiliensis. Er war 1998/99 Professor für Cembalo am Landeskonservatorium für Vorarlberg in Feldkirch (A) und unterrichtet seit 1997 Cembalo, Generalbass und Korrepetition am Institut für Alte Musik der Staatlichen Musikhochschule Trossingen sowie seit 2001 an der Evangelischen Kirchenmusikhochschule in Tübingen.
Carsten Lorenz ist gefragter Kammermusikpartner namhafter Solisten und spielt regelmäßig mit renommierten Orchestern wie ‚L’arpa festante‘ oder dem Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele. 2001 war er Finalist der ‚Erwin Bodky Competition for Early Music Soloists‘ (Boston/USA). Seine große Liebe gilt – neben seiner Familie – den äußerst subtilen Ausdrucksmöglichkeiten des Clavichords sowie der ‚erdigen‘ Kraft der Musik aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Katja Schild, Sprecherin

Die Halbfranzösin Katja Schild absolvierte eine Gesangs- und Schauspielausbildung und schloss ein Studium der Musikpädagogik, Musikwissenschaft und Romanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab (M.A.).
Künstlerisch geprägt durch langjähriges Ensemblesingen im „Kammerchor Stuttgart“ (Frieder Bernius) und im „Collegium vocale Gent“ (Philippe Herreweghe), singt sie – seit der Gründung des Vocalsolisten-Ensembles – bei „Gli Scarlattisti“ (Jochen Arnold).
Auf diversen Bühnen war und ist Katja Schild zu erleben, sowohl sängerisch (z.B. Barocktheater Weißenhorn, kleinstes Opernhaus München, Prinzregententheater) als auch schauspielerisch (TamStheater, Metropoltheater, u.a. in „Die drei Leben der Lucie Cabrol“, Bayerischer Theaterpreis).
Seit 1996 arbeitet sie als Sprecherin beim Bayerischen Rundfunk und bei Arte und wirkt in vielen Hörspielen und -büchern sowie Blindenhörfilmen mit.
Ein Lehrauftrag für Gesang am Institut für Musikpädagogik (LMU seit 2005) und die Ausbildung der Journalisten am Mikrophon im BR (seit 2007)runden ihr abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld ab.

Sabine Kreutzberger

Sabine Kreutzberger

Sabine Kreutzberger studierte Viola da gamba bei Pere Ros an der Musikhochschule Karlsruhe und bei Wieland Kuijken in Den Haag. Weitere Impulse gaben Unterricht und Kurse für Viola da gamba und Viella (mittelalterliche Fiedel) bei Ariane Maurette, José Vasquez und Kees Boeke.
Sie konzertiert in vielfältigen Besetzungen und Ensembles wie Ecco la musica (Musik des 17. Jh.), Music for a while, RicciCapricci und dem Ensemble Almara (Musik des Mittelalters und der Renaissance).
Sie spezialisierte sich auf Solo- und Kammermusik aus dem Mittelalter bis zur Frühklassik und vermittelt dies in Ensemblekursen. Zu ihrer musikalischen Arbeit gehören auch zeitgenössische Werke und Crossover-Projekte.
Sabine Kreutzberger unterrichtet an der Musikwerkstatt Baden-Baden und als Dozentin für Viola da gamba-Continuospiel an der Musikhochschule Karlsruhe.
Mit Est! Ensemble für Musik des späten Mittelalters, den Ensembles Les Escapades und RicciCapricci sowie in Zusammenarbeit mit dem SWR wirkte sie bei zahlreichen Rundfunkaufnahmen, CD-Einspielungen und Liveauftritten in Radio France, dem SWR, BR und Südwest-Fernsehen mit.

Termine 2013


La Gamba19. Januar 2013
, 17:00 Uhr (Musik im Abendgebet)
8260 Stein am Rhein, Schweiz
Stadtkirche St. Georg,
Englische Consortmusik

2. Februar 2013, 18:00 Uhr (Stunde der Kirchenmusik)
Heilbronn, Kilianskirche
Englische Consortmusik
www.kirchenmusik-heilbronn.de

19. April 2013
Hildesheim, Michaeliskloster
Konzert im Rahmen des Dirigierkurses
Bibelwortvertonungen von Andreas Hammerschmidt und Alessandro Scarlatti
Ltg. Hans-Joachim Rolf, Referent Dr. Jochen Arnold
www.michaeliskloster.de

26. April 2013, 19:30 Uhr
76135 Karlsruhe, Stephanienbad, Breite Straße 49 A
Fabulous London
Englische Musik für Gambenconsort
Konzert mit CD-Präsentation

12. Mai 2013, 18:00 Uhr
89192 Langenau, Peterskirche am Friedhof
Sweet England
www.langenau.de

3. November 2013, 17:00 Uhr
Kelkheimer Tage für Alte Musik
65779 Kelkheim-Hornau, Alte Kapelle St. Martin / Rotlintallee
Sweet England

30. November 2013, 19:30 Uhr
76534 Baden-Baden, Kloster Lichtental, Hauptstr. 40
Himmlische Saitenklänge – Musik zum Advent
Öffentliches Konzert im Rahmen des Seminars „Gott suchen – Gott finden“
Veranstalter: Marburger Kreis

1. Dezember 2013, 10:30 Uhr (Musik im Gottesdienst)
Karlsruhe, Ev. Stadtkirche am Marktplatz

1. Dezember 2013, 17:00 Uhr
76316 Sulzbach-Malsch, kath. Kirche St. Ignatius, Franz-Vetter-Str. 2
Himmlische Saitenklänge – Musik zum Advent

7. Dezember 2013, 19:00 Uhr
61184 Klein-Karben, St. Michaelis
Sweet England
Kirchenkonzerte Karben

Audio

Für Hörproben bitte anklicken

Music for Viol Consort and Guitar

Flores españolas, 2018

German Advent Songs

Dass sich wunder alle Welt, 2015

English music for viol consort

Fabulous London, 2013

Les Escapades du Roy, 2010

Les Escapades du Roy, 2010

Ich will in Friede fahren, 2009

Ich will in Friede fahren, 2009

SWR Liederprojekt

SWR Liederprojekt (Track 15 und 30)

Volksliedersammlung

Volksliedersammlung (Track 11)

Weihnachtslieder

Weihnachtslieder (Track 6 und 21)

 

Programme

Habe deine Lust an dem Herren Habe deine Lust an dem Herren
Geistliche Konzerte von Johann Rosenmüller et.al.

Besetzung (9 Mitwirkende)
Sopran, 2 Violinen, 4 Gamben, Theorbe, Orgel
CD-Veröffentlichung April 2018

weitere Infos


Lob und Dank, Trauer und Klage, Hoffnung, Vertrauen und Zuversicht sind die großen Themen der Psalmen. Die jüdische und christliche Liturgie hat diese Weisheitsschriften vielfach vertont und in Literatur gefasst. In diesem Konzert erklingen Geistliche Konzerte von Johann Rosenmüller und seinen Zeitgenossen in der berührenden musikalischen Sprache des 17.Jahrhunderts.


Werke von

Johann Rosenmüller, Georg Christoph Strattner, Johann Balthasar Erben, Augustin Pfleger, Christian Flor u.a.


Besetzung (9 Mitwirkende)

Sopran, 2 Violinen, 4 Gamben, Theorbe, Orgel


Flores españolas

Besetzung (5 Mitwirkende)
4 Gamben, Renaissance – und Barockgitarre
CD-Veröffentlichung Februar 2018

 

weitere Infos


Das Programm beleuchtet die Zeit des spanischen „Siglo d’Oro“. Im Übergang vom 16. zum 17. Jahrhundert blühten alle Sparten der Kunst in Spanien  ganz besonders reich und vielfältig.

Mit virtuosen Variationen über bekannte Melodien der Renaissance, den „Diferencias“, instrumentalen Tanzsätzen wie Pavana, Galliarda und Pasacalles, und vor allem im Ausreizen harmonischer Wendungen mit unzähligen Dissonanzen („Falsas“) im „Tiento“, einer Vorform der Fuge, öffnen Les Escapades den Fächer einer unbekannten Klangwelt. Wunderbar ergänzt wird dieser spanische Kosmos durch die katalanische Gitarristin Maria Ferré


Werke von

Pablo Bruna, Antonio de Cabezón, Juan Cabanilles, Gaspar Sanz, Santiago de Murcia u.a.


Besetzung (5 Mitwirkende)

4 Gamben, Renaissance- und Barockgitarre


Luther Rose„von lauter Gnad’ und Güte“
– Lieder und Texte zum Evangelium

Besetzung (5 Mitwirkende)
Tenor, 4 Gamben

weitere Infos


Lieder von Martin Luther in Vertonungen verschiedener Komponisten, aber auch Instrumentalmusik der Zeit beleuchten in diesem Programm das reformatorische Wirken Martin Luthers und geben einen Einblick in seine Theologie.

Das Programm wird ergänzt durch Texte aus Briefen und Veröffentlichungen Luthers.

Die Rezitation sollte der jeweilige Pfarrer oder eine andere Person der jeweiligen Kirchengemeinde übernehmen, in der das Konzert gegeben wird. (Texte werden zugeschickt)


Vertonungen von

Johann Walther, Johann Schop, Heinrich Isaac, Ludwig Senfl, Michael Praetorius u.a.


Besetzung (5 Mitwirkende)

Tenor, 4 Gamben



„Dass sich wunder alle Welt“ – Lieder zum Advent

Lieder und Instrumentalmusik zu den 4 Adventssonntagen von
Rosenmüller, Tunder, Praetorius, Isaac, Hassler Schop u.a.
CD-Veröffentlichung Oktober 2015

 

weitere Infos


Das Warten auf Jesu Kommen in der Zeit und die Bereitschaft für seine endzeitliche Wiederkunft als Richter und Retter stehen im Mittelpunkt der Adventszeit. Beide Themen ergänzen sich fast kontrapunktisch und tragen zur adventlich-liturgischen Dramaturgie der vier Adventswochen bei, deren musikalische Umsetzungen das Thema dieses Konzertes ist.

Les Escapades stellen hier besinnliche Adventslieder und -musiken des 16. und 17. Jahrhunderts vor. Umrahmt von Kantaten (Rosenmüller, Tunder) erklingen Lieder wie „Nun komm, der Heiden Heiland“, „Mit Ernst, o Menschenkinder“, „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ im Wechsel mit Instrumentalstücken von Johann Grabbe, Johann Schop u.a.


Besetzung 1 (CD-Besetzung): Sopran, Tenor, Orgel, 4 Gamben

Besetzung 2: Sopran, Orgel, 4 Gamben

Besetzung 3: 4 Gamben (hier erklingen die Lieder instrumental)



Fabulous London

„Fabulous London“ – Heiter-melancholische Inselmusik für Gambenconsort

(4 Gamben)
Ferrabosco, Gibbons, Byrd, Ward, Locke u.a.
CD-Veröffentlichung Mai 2013

 

weitere Infos

Werke von


Alfonso Ferrabosco, John Jenkins, Christopher Simpson, Orlando Gibbons, William Byrd Witzig, spritzig, mit einem ungewöhnlichen Humor ausgestattet, aber auch im tiefen Dunkel der großen Gefühle versinkend – all diese Eigenschaften werden den Briten oft und gern von ihren benachbarten Festlandsbewohnern zugeordnet.


Inspiriert von der italienischen Madrigalkunst der Renaissance entwickelten die Insulaner im 16. und 17. Jahrhundert einen einzigartigen Musikstil. Kühnste Harmonien, plötzliche Wechsel von Lautstärke, Tempo und Taktart, verwegene melodische Wendungen und ein äußerst komplexer Ideenreichtum sind Bausteine dieser Musik, von der wir auch heute noch den Eindruck haben, dass sie ihrer Zeit weit voraus ist. Einen Konzertmeister im modernen Sinn sucht man vergebens, denn die Stimmen sind allesamt gleichberechtigt. Die Fantasie, beliebteste Musikgattung für Gambenconsort, stellt mit ihrer kompositorischen Vielfalt ein weites Spektrum menschlicher Empfindungen dar. Nicht von ungefähr hat der Zuhörer den Eindruck, dass hier sämtliche Höhen und Tiefen ausgelotet werden. Und nicht zufällig spielt die Gambe in dieser Musik die Hauptrolle!


Les Escapades du Roy, 2010

Les Escapades du Roi

französische Barockmusik vom Hofe Louis XIV und Louis XV
Charpentier, Couperin, Lully, Forqueray u.a. mit Moderation und Brieftexten des 17. und 18. Jh,
(6-9/11 Mitwirkende) (Gesang, Sprecherin, Violine, Cembalo, Laute, 4 Gamben, 2 Tänzer)
CD-Veröffentlichung 1.11.2010

weitere Infos


Es wird geliebt, intrigiert, geschmachtet, getanzt am französischen Königshof.

Louis XIV, Louis XV und ihre Mätressen bestimmen, was „en vogue“ ist.

Das höfische Leben hängt am seidenen Faden, denn nur wer mir der angesagten Mode geht, sichert sich Stellung und Lebensunterhalt.

Doch dieses Glück währt oft nur kurze Zeit…

Einen Einblick in die bunt schillernde Welt des Sonnenkönigs verspricht das Gambenconsort Les Escapades mit Musik und unterhaltsamen Kommentaren aus dem 17. und 18. Jahrhundert.


Musik von Marin Marais, Francois Couperin, Monsieur Forcroy, Marc-Antoine Charpentier, Michel-Richard de Lalande, Jean-Baptiste Lully.


Originalzitate aus:

Mme de Sévigné: Briefe

Choderlos de Laclos: Gefährliche Liebschaften (Diogenes)

La Bruyère: Charaktere, oder die Sitten des Jahrhunderts (Bibliothek des Skeptischen Denkens)

Denis Diderot: Briefe an Sophie (Louise-Henriette Volland) 1716 – 1784

Die geheimen Papiere der Gräfin Dubarry (1743 – 1793), Insel Vlg. 1990


Monika Mauch, Sopran (CD-Aufnahme)

Andrea C. Baur, Laute

Carsten Lorenz, Cembalo

Swantje Hoffmann, Violine

Katja Schild, Plaudereien und Gesang (Konzerte)


Gambenconsort Les Escapades:

Franziska Finckh, Sabine Kreutzberger,

Barbara Pfeifer, Adina Scheyhing



Ich will in Friede fahren, 2009

„Ich will in Friede fahren“

(6-8 Mitwirkende)
Krieger, Bach, Funck, Biber, Ferdinand III, Rigatti u.a.
(Countertenor, Violine, Gamben, Orgel)
CD-Veröffentlichung 2009

 

weitere Infos


Die Kompositionen dieses Konzertprogramms – von dem auch eine CD bei Christophorus erschienen ist – stammen aus einer Zeit des politischen, philosophischen und religiösen Umbruchs in Europa. Sowohl die geistlichen Vokalwerke als auch die weltlichen Instrumentalstücke dieses Programms spiegeln zwar die Spannungen zwischen dem katholisch und dem protestantisch geprägten Denken im beginnenden Barock wider, doch führte dies auch zu einem kreativen Wettbewerb der Künste, der sich ungemein fördernd auf die musikalische Entwicklung nach dem Ende des 30jährigen Krieges auswirkte.


Der Countertenor Franz Vitzthum und das Gambenconsort Les Escapades stellen eine abwechslungsreiche Vielfalt dieser Musik vor.



Bild„Discovered Sounds“

Bearbeitungen spanischer Orgelmusik von
Antonio de Cabezón, Sebastián Aguilera de Heredia, Juan Cabanilles u.a.
und englischer Consortmusik von Tomkins, Johnson, Ives u.a.

(4 Gamben)

weitere Infos


(Orgel-) Pfeifen oder (Gamben-) Saiten?


In ihrem Konzert „Discovered Sounds (Wieder-)entdeckte Klänge“ stellen Les Escapades spanische Orgelmusik in der Bearbeitung für Gambenconsort vor. Auf Wunsch wird dieses abwechslungsreiche Programm ergänzt durch einen Dialog spanischer und englischer Werke des 16. und 17. Jahrhunderts: Symbol einer musikalischen Versöhnung dereinst feindlich gesinnter Königreiche.


Wer je den Klängen einer spanischen Orgel lauschte, mitteltönig gestimmt, mit ihrer unverwechselbaren Ansprache, wird fasziniert sein von diesem außergewöhnlichen, archaisch anmutenden Hörerlebnis.


Zeugnisse dieses Klangs sind vereinzelt auch in Deutschland als Nachbauten historischer Instrumente zu finden. So sind unter anderen die 2001 erbaute spanische Orgel in der Neustädter Kirche zu Hannover und das 2013 auf Initiative von Professor Gerhard Gnann erbaute Instrument in der Mainzer Hochschule für Musik zu erwähnen.


Von Organisten des 16. Jahrhunderts wie dem bekannten Antonio de Cabezón, aber auch Sebastián Aguilera oder dem „spanischen Bach“ Juan Cabanilles ist uns wahrscheinlich nur ein winziger Teil ihrer Musik überliefert.Sie ist meist als spontane Improvisation erklungen. Und danach leider auch verklungen. Dennoch haben es einige dieser „Diferencias“ und „Tientos“ in den Notendruck geschafft und in unser Programm.


Virtuose Variationen über Gassenhauer der Renaissance in den „Diferencias“, instrumentale Tanzsätze wie Pavana, Galliarda und Pasacalles, aber auch das Ausreizen harmonischer Wendungen mit unzähligen Dissonanzen („Falsas“) im „Tiento“, einer Vorform der Fuge, sind Bestandteile dieser formenreichen Musik.


Mitteltönig gestimmt, in der direkten Ansprache der Renaissance, nähert sich das Gambenconsort Les Escapades auf treffliche Weise dem spanischen Orgelklang. So wird dieses spezielle Hör-Erlebnis auch für Konzertorte ohne spanische Orgel zugänglich.

Und – wer weiß- vielleicht gibt es schon bald eine Gegenüberstellung?


Love and passion

„Love and Passion“

– Henry Purcell und seine Zeit
(6 Mitwirkende)
Musik des späten 17. Jahrhunderts von Purcell, Locke, Finger, Jenkins
(Sopran, 4 Gamben, Laute)

 

weitere Infos


„Wenn Liebe eine süße Leidenschaft ist, warum quält sie mich so?“


Als „Orpheus Britannicus“ ist der bedeutende englische Komponist Henry Purcell in die Musikgeschichte eingegangen. Vor 350 Jahren geboren, verstarb er im Jahr 1695 auf dem Höhepunkt seines Schaffens im Alter von nur 36 Jahren.

Seine außergewöhnliche Bedeutung gründet sich vor allem auf dem großen Erfolg seiner Bühnenmusiken. Bereits zu seinen Lebzeiten verselbständigten sich einzelne Songs aus diesen Semiopern als „Schlager“ für Consort oder als Lieder mit Lauten-Begleitung.

Die Frage nach den unterschiedlichen Eigenarten enttäuschter, erfüllter, leidenschaftlicher oder schmachtender Liebe stellt Purcell in einer für die damalige Zeit ungewöhnlichen Art.

Seine Zeitgenossen rühmen ihn, der englischen Sprache eine Affekt auslösende musikalische Kraft zu entlocken, die allenfalls dem Italienischen zugesprochen wurde.

Purcells Musik ist geprägt durch meisterliche Kontrapunktik und oft unerwartete Melodie- und Harmonieführung.


In diesem Programm erklingen Werke Henry Purcells sowie seines Amtsvorgängers Matthew Locke, des als Lautenist und Gambist tätigen John Jenkins und weiterer Komponisten dieser späten Blütezeit der Gambenmusik.



the dark is my delight

„The dark is my delight”

(6 Mitwirkende)
melancholisch-heitere Inselmusik des 16. und 17. Jahrhunderts
Consorts, Consortsongs und Lautenlieder von Dowland, Byrd, Nicholson
(Countertenor, 4 Gamben, Laute)

 

weitere Infos


Melancholie war im 16./17. Jahrhundert in England eine weit verbreitete Stimmung. Sie drückte sich nicht nur in literarischen, sondern vor allem in musikalischen Werken aus. Bekanntestes Beispiel sind die „Lachrimae“ oder „Flow, my tears“ von John Dowland, die nicht nur auf der CD von „Sting“, sondern auch im Programm des Gambenconsorts „Les Escapades“ zu finden sind.


“Zahlreich und verschieden sind die Mittel, die die Philosophen und Ärzte verschrieben haben, um ein betrübtes Herz aufzuheitern, um abzulenken von jenen komplexen und intensiven Sorgen und Nachdenken, die diese Krankheit so sehr auszeichnen; aber meiner Meinung nach ist nichts so gegenwärtig, nichts so mächtig, nichts so angemessen wie ein starkes Getränk, Fröhlichkeit, Musik und gute Gesellschaft.“ schreibt Robert Burton (1577 – 1640) in seinem Werk „The Anatomy of Melancholie“


Ob es nun die Sorge um Gesundheit der Seele ist, die in geistlichen Werken zum Ausdruck kommt, oder Liebesleid sich musikalisch seinen Weg bahnt: immer trifft man auf höchst komplex komponierte, anrührende, und zu Herzen gehende Vokal- und Instrumentalmusik.


Die mitreißenden Klänge der „Folkmusik“, sowie eine „typisch- britisch-skurrile“ Geschichte um einen kleinen Hund, der einem schrecklichen Mord zum Opfer fällt, sind ebenfalls Bestandteile dieses abwechslungsreichen Konzertprogramms.


“Musik mildert die Furcht und Wut, besänftigt das Schreckliche, lindert die Schwere, und den Schlaflosen bringt sie Ruhe; sie nimmt einem den Groll, und den Hass, sei es instrumentale Musik, Gesang, mit Streichern, Bläsern, etc.; sie heilt alle Verdrießlichkeit und Schwere der Seele.” (Robert Burton)



Fantasien

„Fantasien“

– Werke des 16. und 17. Jahrhunderts (4 Gamben)
Werke von William Byrd, Claude Le Jeune, Pablo Bruna, Eustache du Caurroy,
John Jenkins, Henry Purcell

 

weitere Infos

In musikalischen Traktaten wird die Viola da Gamba bereits Ende des 15. Jahrhunderts als Instrument der Aristokratie hervorgehoben. Während die Violine eher für umherziehende Musiker tauge, die zum Tanz aufspielen, sei die Gambe ein Instrument für vornehme Leute. Eine Inventarliste Heinrichs VIII weist immerhin 54 Gamben und Lauten auf. Die berühmten Gambisten waren an Höfen angestellt. Nicht nur die Anschaffung der Instrumente war sehr teuer – ein „Chest of Viols“ kostete mehr als das jährliche Durchschnittseinkommen eines Handwerkers – auch der Unterhalt verschlang Unsummen, da die Darmsaiten aus verschiedenen Gegenden Europas importiert wurden.


Das Spiel auf der Gambe zu erlernen war wesentlicher Bestandteil einer höfischen Erziehung. Im 15. und 16. Jahrhundert war das gemeinsame Musizieren eine wichtige gesellschaftliche Betätigung der meist adeligen Oberschicht. Für diesen Zeitvertreib wurden in Spanien, Frankreich und England Werke für „Whole Consort“ (gleiche Instrumente) und „Broken Consort“ (unterschiedliche Instrumente) komponiert. Diese Werke weisen äußerst komplexe musikalische Strukturen auf. Eine Hauptgattung dieser Consort-Musik ist die „Fantasie“. Ihre vielfältige Entwicklung während eines Zeitraumes von über 150 Jahren beleuchtet dieses Programm. Spontaneität und Improvisation zeichnen schon die englischen Fantasien der Renaissance aus. Immer wieder zeigt sich dabei die Nähe zur Vokalmusik, indem mitunter ein Choral, wie etwa „Christe qui lux“ oder ein damals populäres Lied wie die „Jeune fillette“ als Cantus firmus unterlegt ist. Dieser Cantus firmus wird in allen Stimmen kunstvoll verarbeitet. So wird hier schon früh ein gleichberechtigtes Spiel der Instrumente praktiziert wie später im Streichquartett der Klassik. Mit ihren reichen und oft recht kühnen Harmonien bilden die Fantasien von Henry Purcell sicher einen Höhepunkt des Programms.


el-siglo-d'oro

„El Siglo d’Oro“

-Spaniens goldenes Zeitalter (7 Mitwirkende)
Mit- und hinreißende Consortmusik für vier Gamben, Vihuela, Gesang und Percussion von Milan, Bruna, Ortiz, Vincenet,
aus dem „Llibre Vermell de Montserrat“ und anonymen Meistern des 15. und 16. Jahrhunderts
(Sopran, 4 Gamben, Laute und Barockgitarre, Percussion)

 

weitere Infos

Im 16. und 17. Jahrhundert erlebte Spaniens Musik ihre Hochblüte. Die Musik der iberischen Halbinsel nahm vielfältige Impulse aus Europa auf und bewahrte dennoch ihre unverwechselbare Eigentümlichkeit. Vielfältige kulturelle Einflüsse aus ganz Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten machten Spanien zu einer Heimat katholischer, sephardischer und maurischer Musik.


Die spanische Gesellschaft war stets aufgeschlossen für musikalische Neuerungen und prächtiges Spektakel. Daneben beeinflussten die Traditionen von Improvisation und Variation das Klangbild und die musikalische Entwicklung jener Zeit.


Das Llibre Vermell de Montserrat („Rotes Buch“) verbindet als eine der frühesten mehrstimmigen Sammlungen weltliche und geistliche Elemente spanischer Musik des Hochmittelalters (Ars Nova). Unter Alfonso IX. wurde Katalonien ein kulturelles Zentrum, das niederländische, französische und deutsche Einflüsse verband. Es fand ein reger Austausch von Musikern, Instrumenten und Kompositionen statt. Enge Beziehungen bestanden z.B. zum Hof der Herzöge von Burgund, zur päpstlichen Kapelle in Rom, zum Hof der Sforza in Mailand und insbesondere zum spanischen Hof in Neapel. Spanien war also in vollstem Maße am europäischen Musikleben beteiligt. Unter der Herrschaft der „Reyes Católicos“ (Katholische Könige) wurde eine innenpolitische Einigung vollzogen, die Spaniens Vormachtstellung in Europa festigte. Durch zahlreiche überseeische Eroberungen gelangte unermesslicher Reichtum ins Land und führte Spanien in diesem „Goldenen Zeitalter“ zur wirtschaftlichen Hochblüte. Jedoch gingen durch die Verfolgung und Vertreibung der Mauren und sephardischen Juden aus Andalusien viele kulturelle Impulse verloren.


Unter Isabella von Kastilien (1474 – 1504) und Ferdinand von Arágon (1479 – 1516) entwickelte sich ein eigener, typisch spanischer Musikstil. Dieser war geprägt durch volkstümliche Einfachheit und Schlichtheit und stand im Gegensatz zur extremen Kontrapunkt-Technik der frankoflämischen Schule.


Isabella und Ferdinand unterhielten je eine eigene Hofkapelle von hohem Niveau. Die Listen der Kapelle Isabellas verzeichneten über 20 Sänger, ca. 25 Sängerknaben, zahlreiche Instrumentalisten und Kammermusiker. Nach dem Tode der Königin vereinige Ferdinand beide Kapellen und schuf damit erstmals eine „königlich spanische Kapelle“. Mitglieder waren u.a. Pedro de Escobar und Alonso de Mondéjar.


Die spanische Musik des 16. Jh. spielte sich größtenteils auf zwei Schauplätzen ab: an den spanischen Höfen, Adelshäusern, Kathedralen und Klöstern, aber auch an der päpstlichen Kapelle in Rom. Ende des 15 Jh. entstand durch den Einfluss spanischer Musiker in Rom die so genannte „Römische Schule“.


Die weltliche Musik ist mit einer eigenen Tradition von „villancicos“ und „romances“ (Balladen) vertreten. Diese Liedformen wurden in den berühmten „cancioneros“ gesammelt, in denen auch orientalisch-arabische Klänge nicht zu überhören sind.


Das Ideal spanischer Musiker war, mit ihren Kompositionen auf die Seele der Menschen unmittelbar einzuwirken. Die Musik sollte den Geist unterhalten, und zwar ohne moralische oder soziale Einflussnahme. Das Gefühl, nicht der Verstand sollte Richter über das Schöne sein.


Beruehrungen

„Berührungen“ -Gambenmusik und Ausdruckstanz

Werke von Matthew Locke, Orlando Gibbons,
Johann Michael Nicolai, Tobias Hume
(3 Gamben und Tänzerin, Percussion ad libitum)

 

weitere Infos

Der Tanz als Ausdruck von Lebendigkeit wurde zu allen Zeiten von Musik begleitet. In der Musik des 16. und 17. Jahrhunderts kommen häufig instrumentale Tanzsätze vor (z.B. Courante, Sarabande, Gigue). Dies legt nahe, Instrumentalmusik und Tanz zu verbinden und durch moderne Ausdrucksformen Berührungen mit der Alten Musik zu finden.


Glocke„What strikes the clock?“

– Glockenstücke für vier Gamben
Originalstücke und Bearbeitungen – Couperin, Byrd, Gibbons, St. Colombe, Rossi

 

weitere Infos

Lüften Sie mit uns das Rätsel des Stundenschlags und reisen Sie mit uns durch ein musikalisches Europa! Seit jeher inspirierte das Geläut der Glocken zahlreiche Komponisten, diesen besonderen Klang in Instrumentalmusik umzusetzen. Für das Bestreben, eine möglichst perfekte instrumentale Nachahmung zu erreichen, bietet die Viola da Gamba entscheidende Voraussetzungen:


Das reiche Obertonspektrum dieses Instruments und die flexible Tongestaltung imitieren das spezifische Klangerlebnis eines Glockentons besonders deutlich. Außerdem kann mit den unterschiedlichen Instrumenten der Violenfamilie, vom Diskant bis zum Bass, das Geläut unterschiedlich großer Glocken gut hörbar gemacht werden.


Das jeweils charakteristische Geläut von Kirchen und Kathedralen, welches durch Anzahl, Stimmung und Größe der Glocken festgelegt ist, fand Eingang in manche Kompositionen des 17. Jahrhunderts. Einige davon werden in diesem Konzert erklingen. Lassen Sie sich verzaubern vom Gambenconsort „Les Escapades“ und dem Glockenklang auf der Viola da Gamba mit Originalwerken und Bearbeitungen von Edward Gibbons, John Jenkins, François Couperin, Louis Couperin, Sainte Colombe und anderen Glockenkomponisten.


La Gamba

“La Gamba”

– ein Streifzug durch 150 Jahre Gambenmusik

(4 Gamben)

 

weitere Infos

Das Programm mit dem Titel „La Gamba“ beleuchtet die vielfältigen Kompositionen für Viola da Gamba und die allmähliche Entwicklung einer ausschließlich vokal geprägten hin zu einer reinen Instrumentalmusik während eines Zeitraums von 150 Jahren. Mit Musik aus England, Spanien, Frankreich und Kompositionen von Purcell, Byrd, Cabezòn, Bruna, Ortiz, Charpentier erwartet Sie eine interessante und kurzweilige musikalische Reise!


Himmlische Saiten

Himmlische Saiten

– adventlich -weihnachtliche Musik für Gambenconsort

 

 

weitere Infos

Vertonungen bekannter Adventslieder aus der Feder von Michael Praetorius, stimmungsvolle Pastoralen von Pasquini, Finger, Corelli, außerdem Werke englischer Komponisten und eine wunderbare Suite für drei Bassgamben von Nicolai stimmen ein in die Advents- und Weihnachtszeit.


Unsere Gesangs-Programme planen wir mit
Monika Mauch (Sopran), Miriam Feuersinger (Sopran), Daniel Schreiber (Tenor) und Franz Vitzthum (Countertenor)

Alle Programme in der detaillierten Abfolge sowie unsere Kostenkalkulation senden wir Ihnen gern auf Anfrage zu.