Die Multi-Instrumentalistin Ilona Les entstammt einer musikalischen Familie und begann ihre musikalische Laufbahn bereits mit drei Jahren am Klavier, bevor sie mit sechs Jahren das Cello erlernte. Nach ihrem Abschluss am Hrodna Musik-Kolleg 2009 setzte sie ihre Ausbildung an der Belarussischen Staatlichen Musikakademie fort und erhielt 2014 ihr künstlerisches und pädagogisches Diplom im Fach Violoncello mit Auszeichnung. Schon während des Studiums spielte sie in renommierten Ensembles der Belarussischen Philharmonie, später im Orchester des Bolschoj Opern- und Balletttheaters Minsk, im Minsker Streichquartett und unterrichtete am Musikalischen Glinka-College.
Von ihrer Leidenschaft für Barockmusik getragen, zog Ilona 2017 nach Deutschland, um ihr Masterstudium im Fach Barockcello bei Prof. Kristin von der Goltz an der HfMDK Frankfurt aufzunehmen, das sie 2020 erfolgreich abschloss. Aufbauend darauf vertiefte sie ihre Kenntnisse in historischer Aufführungspraxis, studierte den historischen Kontrabass/Violone bei Dane Roberts und schloss 2024 ihr Studium auf der Viola da Gamba bei Heidi Gröger an der HfMDK mit Auszeichnung ab.
Ilonas künstlerische Vielseitigkeit umfasst ein weitgespanntes Repertoire von der Renaissance über den Frühbarock bis zur zeitgenössischen Musik. Sie ist sowohl als Solistin, im Consort-Spiel als auch in Symphonieorchestern gefragt. Sie ist regelmäßig im Main-Barockorchester zu erleben. 2024–2025 war sie als Cellistin auf Deutschlandtournee mit dem Musical Elisabeth.
2024 erschien die CD J. Pachelbel – „Magnificat II“ bei Himlische Cantorey, auf der Ilona die Tenor- und Discant-Gambe spielte. 2025 debütierte sie auf der historischen Viola da Gamba von Wörlin (1680) beim Mecklenburg-Vorpommern-Festival.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt auf der Kammermusik: 2022 gründete sie gemeinsam mit Studienkolleginnen das Les AMIs Consort, das 2024 beim Biaggio Marrini Wettbewerb die Finalrunde erreichte. Seit 2023 ist sie zudem Cellistin und Gambistin des Ensembles CommuSicare. Ilona Les nahm an zahlreichen internationalen Festivals und Meisterkursen teil, darunter „Junger Künstler Bayreuth“, Eichstätter Musikfestival, JSB Ensemble-Akademie, Höri Musiktage am Bodensee und FBO Ensemble-Akademie Freiburg. Inspirationsquellen sind unter anderem Paolo Pandolfo, Michael Schneider, Petra Müllejans und Mark Aurel.










